No. 3

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Ausstellung 31.08.2019 bis 31.10.2019
Eröffnung 31.08.2019, 14.00 Uhr
Finissage 27.10.2019, 14.00 Uhr
Öffnungszeiten Do–So 12–17 Uhr

Pressemitteilung
KATJA VON PUTTKAMER – In den Raum gestellt

Wir freuen uns in der dritten Ausstellung des inzwischen nicht mehr ganz so neugegründeten MAM-Kunstvereins Arbeiten der Malerin Katja von Puttkamer zu zeigen. Die Künstlerin interessiert sich für architektonische Strukturen, besonders die der Nachkriegsmoderne. Ihre Motive hält sie auf Stadtspaziergängen mit Kamera und Skizzenbuch fest und setzt sie im Atelier in Malerei um.

Im historischen Raum des MAM Kunstvereins werden in extra angefertigten Gestellen 15 Bilder stehen und den Betrachter mit ihrer geometrischen Ornamentik durch die geöffneten Tore anschauen. … In den Raum gestellt. New Heimat in alten Gemäuern!

                                                          *  *  *

Die Ausstellung ist unser Beitrag zum Kultursommer Rheinland-Pfalz, der sich in diesem Jahr dem Thema »heimat/en« verschrieben hat. In der Ausstellungsreihe »NewHeimat« des MAM prallen Gegensätze aufeinander. Das Projekt stellt Gegenwartskunst in neuem, ungewöhnlichem Kontext abseits der großen Metropolen im ältesten deutschen Weinort, dem 2T-Einwohner-Dorf Neumagen-Dhron, vor. Mit ihrer Installation »In den Raum gestellt« greift die Künstler*in den überfrachteten widersprüchlichen Begriff geschickt auf. Das Dorf als Beobachtungszone im malerischen Prozess. Bilder einer visionären Moderne der Nachkriegsarchitektur treffen auf historische Strukturen des ländlichen Dorfes.

Verortete Malerei – Über die künstlerischen Arbeiten. Die Malerei Katja von Puttkamers (*1961; die Künstler*in lebt und arbeitet in Ingelheim/Rhein) beginnt nicht im Atelier sondern im Stadtraum. Als wache Beobachterin durchstreift sie die Städte – fotografiert und skizziert. Die Malerin und Installationskünstlerin beschäftigt sich in ihrem Werk seit jeher mit der Bedeutung und Ästhetik des umkämpften »Heimat«-Begriffs. Thema der Arbeiten sind abstrakte, urbane Strukturen, architektonische Formen, besonders die Bauten der Nachkriegsmoderne. Für ihre Bilder und Serien in Öl und Gouache baut Katja von Puttkamer Räume und Situationen, in die sie ihre Bilder einfügt. In den Werken der Malerin sind Leerstellen ein wiederkehrendes Moment. In der Ausstellungssituation treffen Motive installativ aufeinander und verhalten sich wie Fragmente des Realen; gleichwohl verweisen sie auf die vormals futuristischen Gebäude der Innenstädte der 60er- und 70er-Jahre, deren Fassaden über Jahrzehnte das Bild der Zukunft und den Fortschrittsgedanken prägten.

Die Ausstellung wird von einem Veranstaltungsprogramm begleitet.

Der Kunstverein wird gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland Pfalz mit Unterstützung des Kulturförderprogramms des Landkreises Bernkastel-Wittlich.

                                                                                              Andreas Exner, 2019

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